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Friday, August 2, 2013

Visum, VB 3, Gastfamilie...

Oje, enschuldigt bitte, dass ich schon wieder so sehr hinterherhänge. Aber in den letzten drei Wochen ist einfach so viel passiert, dass ich erstens kaum Zeit und zweitens alles erstmal verarbeiten musste.
Ich werde versuchen ab jetzt etwas konsequenter dranzubleiben. Versprochen!
Jetzt aber eins nach dem anderen:

Visum

Am Freitag, den 12. Juli bin ich gegen sechs Uhr mit dem Zug nach Frankfurt losgefahren. Ich war noch ziemlich müde von der Klassenfahrt, aber ich war zu nervös um schlafen zu können. Man hofft die ganze Zeit, dass man keines der Dokumente vergessen hat.
In Frankfurt angekommen habe ich erstmal meinen Rucksack einschließen müssen, weil man ins Konsulat nichts außer seinen Dokumenten nehmen darf, nicht mal sein Handy. Dann habe ich mir ein Taxi zum Konsulat genommen, weil ich zu wenig Zeit hatte und es zu kompliziert war die Straßenbahn zu nehmen.
Vor dem Konsulat stand, obwohl ich eigentlich ziemlich früh dran war, schon eine riesige Schlange. Also habe ich mich hinten angestellt und erstmal eine Stunde gewartet. Zum Glück standen ein netter Student und ein Mädchen, dass für ein zweites Jahr als Au-Pair nach Kalifornien geht vor mir, sodass ich mich ganz nett unterhalten habe.
Als ich dann, nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle, drin war wurden meine Unterlagen kontrolliert, ich wurde auf Englisch nach meinem Alter gefragt und ob ich studieren oder auf eine High-School gehen werde und ob ich meine Gastfamilie schon habe. Kein Hexenwerk also. Nach zehn Minuten war ich auch schon wieder draußen.
Ich hatte noch viel Zeit bis zu meinem Zug nach Stuttgart und bin deshalb noch ein bisschen durch Frankfurt geschlendert.

VB 3

Ich bin direkt von Frankfurt aus zu meiner dritten und letzten VB gefahren. Diese Fahrt lief leider nicht so glatt wie mein Visumstermin.
Ganz erleichter, dass in Frankfurt alles so gut geklappt hatte bin ich nach Stuttgart gefahren, von dort aus nach Vaihingen und habe mich dort in den Park gesetzt und auf meinen Bus gewartet.
Nach einer Stunde bin ich zum Busbahnhof gelaufen und habe mit Schrecken festgestellt, dass es der Bus mit dem ich weiterfahren wollte garnicht existierte. Tja, da stand ich dann ganz verzweifelt und merkte, dass in der E-Mail Vaihingen/ Enz stand. Mir blieb nur noch übrig zu hoffen, dass das andere Vaihingen nicht allzu weit weg lag. Ich rief meine Mutter an, löste mir einen Fahrschein von Vaihingen nach Vaihingen, den der Schaffner später mit einem Schmunzeln kontrollierte, und fuhr erstmal zurück nach Stuttgart und dann nach Vaihingen an der Enz. insgesamt kam ich zum Glück nur anderthalb Stunden zu spät an.


(beachtet das Datum nicht, meine Kamera war falsch eingestellt)

Diese VB war die USA VB. Wir wurden riesigen Mengen an Informationen und amerikanischem Essen vollgestopft.
Natürlich hat auch diese VB mega Spaß gemacht und ich habe viel nützliches gelernt. Z.B die "Pledge of allegiance".



Die Returnees haben uns jede Menge über ihre eigenen Erfahrungen berichtet und uns vor den ein oder anderen Macke der Amerikaner gewarnt.
Die ersten hatten auch schon ihre Gastfamilien, was alle anderen natürlich noch ungeduldiger machte.

Gastfamilie!!!

Ich musste auf meine aber auch nicht mehr lange warten.
Am 15. Juli war ich beim Zahnarzt und als ich nach Hause kam und meine E-Mails checkte waren da zwei E-Mails: eine von meiner Gastmutter, "Welcome to Wisconsin", und eine von meiner Gastschwester. Ich bin natürlich vor Freude ausgeflippt und erstmal fast die Treppe runtergeflogen.

Seit dem schreibe ich fast täglich mit meiner Gastfamilie. Es ist noch etwas anstrengend, aber ich warte ungeduldig auf jede Antwort und das spornt mich an.

Meine Gastfamilie wohnt auf einer kleinen Farm in Hartland, genauer gesagt in dem winzigen Dorf North Lake. Das liegt im Bundesstaat Wisconsin.



Nun stelle ich sie euch kurz vor:

Meine Gastmutter, Lee, ist 57 Jahre alt, ist Ärztin und liebt Yoga.

Mein Gastvater heißt Rikk, ist 59 Jahre alt und arbeitet als Electro Ingenieur und macht viel Sport.

Anna, meine Gastschwester, ist 17, debattiert und spielt Cello. Momentan ist sie in einem Summer Camp in Russland, um Russisch zu lernen. Ich werde mir mit ihr ein Zimmer teilen.

Alek ist mit 27 mein ältester Bruder. Er ist total sportlich und nimmt an besonderen Wettkämpfen teil, weil er Autismus hat.

Lucas ist 24 Jahre alt und soweit ich weiß ein echter Computerfreak.

Micah ist 21 und hat auch Autismus. Er liebt Tiere, besonders Pferde, reitet und macht noch viele andere Sportarten.


Meine Gasteltern und Anna machen zusammen Yoga und sie gehen gerne alle zusammen Campen.

High-School

Meine High-School heißt Arrowhead-Union-High-School. Sie hat 2300 Schüler, unendlich viele Clubs und Aktivitäten, Sportplätze und sogar eine eigene Eishalle.

Hier ein paar Bilder:



















Thursday, June 13, 2013

Visum

Hey ihr Lieben,

ich bin mit meinen Einträgen nun in der Gegenwart angekommen. Das heißt, dass dies mein erster aktueller Eintrag ist.

Jetzt aber zum Visum: Letzte Woche kam ein großer Briefumschlag bei mir an und ich hab natürlich gedacht, dass es die Infos über meine Gastfamilie sind. Aber ich lag falsch, es waren die Visumsinformationen: ein Haufen Papierkram zum Lesen und ausfüllen und die Amis stellen echt absurde Fragen, z.B. zum Criminal background.
Ich hab jetzt alles gelesen, ausgefüllt, bezahlt und meinen Visumstermin vereinbart. Der ist am 12. Juli im Konsulat in Frankfurt.
Im Moment bin ich unglaublich ungeduldig: Ich will jetzt meine Gastfamilie haben!
Ich hoffe es dauert nicht mehr allzulange, denn der erste Abflugtermin ist schon in zwei Monaten.
Aber ich mache mir auch Gedanken über die Zeit nach dem Austauschjahr. Deshalb habe ich mich heute in dem Gymnasium, an das ich wechseln will, vorgestellt und bekomme voraussichtlich auch einen Platz.

So, ich schreibe dann spätestens wieder, wenn ich im Konsulat und auf der dritten USA-spezifischen VB war, das ist alles an einem Wochenende.

Bis bald,
eure Alexandra

Saturday, June 8, 2013

VB 2

Vom 3.-5. Mai war dann die zweite VB und ich fand sie noch besser als die erste.
Ich hab mich natürlich wieder riesig auf all die netten Leute gefreut, obwohl ich wegen der Theater-AG wirklich gestresst war und komplett aus der Theaterwelt herausgerissen wurde.
Aber es wurde ein tolles Wochenende mit vielen "Spielen" zum Thema Vorurteile. Außerdem haben wir über Probleme gesprochen, die während einem Auslandsjahr auftreten können. Es ist super, dass man auch die Gelegenheit hat über seine Ängste zu sprechen und viele Tipps von Ehemaligen zu bekommen. Natürlich auch diesmal: viele Energizer und jede Menge Spaß.
Und man hat gemerkt, so langsam wird's ernst, denn der erste hat schon seine Gastfamilie.
Ich glaube, ich will meine Gastfamilie lieber etwas später bekommen. Wenn ich nämlich schon so viel Kontakt mit ihnen haben werde, was glaube ich echt anstrengend ist, dann hat man so viele Vorurteile.
Der Abschied am Sonntag ist mir schwer gefallen, weil ich viele Hopees erst in über einem Jahr bei den Nachbereitungen wiedersehen werden. An dieser Stelle also: Viel Glück und ein tolles Jahr ihr Lieben!

Wednesday, June 5, 2013

VB 1

Im März gings dann endlich auf's erste Vorbereitungswochenende.
Als erstes habe ich mich über das große Wiedersehen gefreut, denn meine Vorfreude auf die erste Vorbereitung war riesig und die ganzen netten Leute wiederzutreffen war echt super.
Aber der Zeitplan war sehr stramm, sodass wir gleich mit dem Programm anfangen mussten.
Auf der VB 1 ging es im Wesentlichen um die Frage: "Wer bin ich?" Wir haben viel über Werte und Eigenschaften geredet. Ich habe viel über mich selbst nachgedacht, über Dinge, mit denen man sich im Allltag kaum beschäftigt. (Genaueres darf ich wegen den nächsten Hopees wieder nicht verraten)
Aber natürlich hat der Spaß auch nicht gefehlt, wie auch, bei so viel tollen AFSlern, Energizern,...
Während dem Wochenende mussten wir außerdem einen Brief schreiben, an uns selbst. Den werden wir dann nach unserem Austausch wiederbekommen und ich bin echt gespannt, wie ich mich bis dahin verändert haben werde.
Am Ende der Woche waren wir zu einer unglaublichen AFS-Familie geworden. Und natürlich fieberten wir alle gemeinsam unserem Auslandjahr ungeduldig entgegen.